An unserer Schule begegnen wir herausfordernden Situationen mit Verständnis, Klarheit und einem professionellen Konzept. Unser Ziel ist es, Konflikte zu entschärfen, Sicherheit zu geben und Beziehungen zu stärken.
Wir schaffen eine Schule, in der sich alle sicher fühlen und respektvoll miteinander umgehen.

Herausforderndes Verhalten hat Ursachen. Oft stehen Gefühle wie Überforderung, Angst oder Untsicherheit dahinter. Wir schauen hin und versuchen zu verstehen.

Beziehung vor Maßnahme, Sicherheit vor Konsequenz. Wir übernehmen Verantwortung, handeln ruhig und professionell - auch in schwierigen Situationen.

Durch wertschätzende Kommunikation und das Wahrnehmen von Gefühlen können wir Spannungen frühzeitig reduzieren und Eskalationen verhindern.

Grenzen geben Orientierung und Sicherheit. Wir setzen sie klar, respektvoll und situationsgerecht-manchmal auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Nach schwierigen Situationen nehmen wir uns Zeit für Reflexion, Klärung und den Wiederaufbau von Vertrauen. Denn: Deeskalation bedeutet nicht Konsequenzlosigkeit.

In seltenen Fällen greifen wir auf speziell geschulte Schutztechniken zurück - ausschließlich zum Schutz aller Beteiligten.
Unser Ziel:
Wir schaffen eine Schule, in der sich alle sicher fühlen,
espektvoll miteinander umgehen und gemeinsam wachsen können.
Daher entwickeln wir unser Konzept ständig weiter – durch Fortbildungen, Trainings und den Austausch im Kollegium. So sichern wir Qualität und Handlungssicherheit.
Schülerinnen und Schüler zeigen im schulischen Alltag immer wieder herausforderndes und grenzverletzendes Verhalten. Dieses Verhalten ist in der Regel nicht mit der Absicht verbunden, andere zu schädigen, und darf daher nicht vorschnell mit aggressivem Verhalten gleichgesetzt werden.
Zentral für dieses Konzept ist das emotionspsychologische Verständnis, dass Wut eine Sekundäremotion darstellt. Ihr liegen häufig Primäremotionen wie Trauer, Überforderung, Angst, Einsamkeit, fehlende Autonomie oder Ohnmacht zugrunde. Diese Primäremotionen sind für Außenstehende nicht unmittelbar sichtbar, beeinflussen jedoch maßgeblich das Verhalten der Schülerinnen und Schüler.
Ob eine Situation zu Wut oder Eskalation führt, hängt ausschließlich vom individuellen Bewertungsprozess des jeweiligen Kindes oder Jugendlichen ab. Dieser Bewertungsprozess muss nicht mit dem der pädagogischen Fachkräfte übereinstimmen, um dennoch eine Solidarisierung mit den zugrundeliegenden Gefühlen zu ermöglichen.
Ein hochangespannter Schüler oder eine hochangespannte Schülerin zeigt kein erhöhtes Schädigungsbedürfnis mehr, sobald vermittelt wird:
„Ich verstehe, wie sich diese Situation für dich anfühlt – auch wenn ich sie selbst vielleicht anders bewerten würde.“
Die Auswertung der Gefährdungsanalyse macht zudem deutlich, dass „aggressive Verhaltensweisen“ an allen Orten und zu allen Zeiten gezeigt werden. Der Hauptteil des Kollegiums wünscht sich außerdem ein Trainingsprogramm, um mit diesem Verhalten von Schülerinnen und Schülern noch professioneller umgehen zu können.
Professionelles Deeskalationsmanagement basiert nicht primär auf Techniken, sondern auf einer pädagogischen Haltung:
Diese Haltung ermöglicht es Kolleginnen und Kollegen, auch in belastenden Situationen handlungsfähig zu bleiben und sich selbst zu schützen.
Ziel des professionellen Deeskalationsmanagements ist:
Das Konzept versteht sich als Ergänzung zu bereits individuell sozialisierten und erworbenen Deeskalationsstrategien. Es stellt ein verlässliches Werkzeug dar, das nachweislich deeskalativ wirkt – vorausgesetzt, die zugrunde liegende Haltung wird geteilt und gelebt.
„Ich verstehe, wie sich diese Situation für dich anfühlt – auch wenn ich sie selbst vielleicht anders bewerten würde.“