Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,
unsere Welt steht vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Artensterben, soziale Ungleichheiten und eine wachsende globale Verantwortung sind nur einige der Themen, die uns alle betreffen. Als Schule tragen wir eine besondere Verantwortung, jungen Menschen nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Kompetenzen, Werte und Haltungen zu fördern, die es ihnen ermöglichen, sich in einer komplexen Welt selbstbewusst und nachhaltig zu orientieren.
Mit unserem Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) wollen wir an der St. Felicitas-Schule genau hier ansetzen. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Haltung, die in allen Bereichen unseres schulischen Handelns erlebbar werden soll – sei es im Unterricht, in unseren Projekten oder im täglichen Miteinander. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern die Fähigkeiten an die Hand geben, die sie brauchen, um aktiv an der Gestaltung einer gerechteren und zukunftsfähigen Welt mitzuwirken.
Dieses Konzept basiert auf dem gemeinsamen Engagement unseres Kollegiums, der Schüler*innen sowie der Elternschaft. Es spiegelt unsere Überzeugung wider, dass Bildung weit mehr ist als die Vermittlung von Wissen. Sie ist die Grundlage für verantwortungsbewusstes Handeln und für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft für alle.
Ich danke allen, die an der Entwicklung dieses Konzepts mitgewirkt haben, und lade Sie ein, gemeinsam mit uns diesen Weg zu gehen. Lassen Sie uns die Vision einer nachhaltigen Entwicklung in unserem Schulalltag verankern und so einen Beitrag zur Zukunftsgestaltung leisten – lokal wie global.
Herzlichst,

Schulleiter der St. Felicitas-Schule
BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu komplexem, zukunftsfähigem Denken und empathischem Handeln befähigt: Wie beeinflussen meine Entscheidungen in der Gegenwart das aktuelle und zukünftige Leben auf diesem Planeten? Welche Auswirkungen hat mein Konsumverhalten, die Wahl meines Fortbewegungsmittels, mein Energieverbrauch?
Gleichzeitig geht eine Bildung für nachhaltige Entwicklung über die reine Wissensvermittlung zum Klimawandel und seine Folgen hinaus. Durch eigenes Engagement machen die Schüler*innen Selbstwirksamkeitserfahrungen und erleben ihre Handlungskompetenz.
Die Zielsetzung des Konzepts zur Förderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz BNE Konzept) an der St. Felicitas-Schule ist es, die fachspezifischen curricularen Vorgaben zu erfüllen und in besonderem Maße die Kernkompetenzen Erkennen, Bewerten und Handeln durch einen fächerverbindenden Ansatz zu fördern.
© KMKGrundlagen
Wir müssen die Kinder auf diese Zukunft vorbereiten, die wir noch nicht kennen, von der wir allerdings wissen, dass sich das menschliche Leben, bedingt durch Klimawandel und die Endlichkeit vieler Ressourcen (fossile Energien, Trinkwasser etc.), stark verändert. Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, ist eine weltweite Bildungsoffensive. Sie nimmt Bezug auf zugleich globale und alltagsrelevante Problemfelder, denn durch Klimakonferenzen, die einhergehen mit oft düsteren Zukunftsprognosen, und menschengemachte Katastrophen wie beispielweise die Atomkatastrophe in Fukushima, wird uns immer wieder bewusst: Nur ein nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten, also ein ökonomisch und ökologisch verantwortungsbewusstes Handeln und ein sozial gerechtes Miteinander zwischen Menschen und Staaten sind die Voraussetzung für eine positive Zukunft des Menschen und der Erde. Bereits im Jahr 1992 wurde in der Agenda 21 ausdrücklich die Bedeutung von Bildung als Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung formuliert.
Im Zuge der globalen Herausforderungen verlangen die Vereinten Nationen eine Bildung, die die Kreativität im Umgang mit den sozialen, ökologischen und ökonomischen Spannungsfeldern fördert. Die internationale nachhaltige Entwicklung soll dazu dienen, die Bedürfnisse aller Menschen in der Gegenwart zu befriedigen, ohne dabei die Bedürfnisbefriedigung künftiger Generationen zu riskieren (UN Kommission für Umwelt und Entwicklung, 1987). Der Ansatz von BNE ist somit nicht der Problemzugang („Welche Probleme haben wir und wie können wir sie lösen?“) sondern der Chancenzugang („Wie wünschen wir uns unsere Zukunft, welche Zukunft ist möglich und wie können wir diese erreichen?“).
Die Aktivitäten zur Umsetzung von BNE werden für Deutschland durch die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) und der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) auf der Grundlage der Agenda 21 der Weltkonferenz der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro koordiniert.
Wie wünschen wir uns unsere Zukunft, welche Zukunft ist möglich und wie können wir diese erreichen?
Das Konzept der BNE hat zum Ziel, Schüler*innen zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Berücksichtigung globaler Aspekte, demokratischer Grundprinzipien und kultureller Vielfalt zu befähigen. Dabei ist es das Ziel, den Schüler*innen ein hohes Maß an Verantwortung für die Gestaltung ihres eigenen Lebensweges und auch der Zukunft in der Gesellschaft zu übertragen. Dieses Ziel streben auch wir mit dem Leitbild unserer Schule an. Die Schüler*innen sollen grundlegende Kompetenzen für eine entsprechende Gestaltung ihres persönlichen und beruflichen Lebens, die Mitwirkung in der eigenen Gesellschaft und eine Übernahme von Mitverantwortung im globalen Rahmen entwickeln.
Im Zusammenhang mit diesem Ziel formuliert die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) Kompetenzen, durch die die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit ermöglicht wird: interdisziplinäres Wissen, partizipatives Lernen und die Etablierung innovativer Strukturen. Dabei steht bei diesem BNE-Konzept die Gestaltungskompetenz im Mittelpunkt. Hierfür werden 12 Teilkompetenzen definiert:












Ziel unserer Schule ist es, das Konzept der BNE in der Schule sukzessive zu verankern. Dabei ging die Initiative zunächst von einzelnen Fächern, Projekten und Lernbereichen aus und wirkte somit sozusagen wie Kristallisationspunkte für weitere Fächer, Arbeitsgemeinschaften und Projekte, deren Erfahrungen und Ergebnisse, dann eine nachhaltige Verbreiterung begünstigen können.
Die Komplexität nachhaltiger Entwicklung erfordert eine Thematisierung in möglichst vielen Fächern und ein fächerübergreifendes und ganzheitliches Konzept für die Schule. Dafür soll hier im Rahmen einer Zusammenfassung der bereits realisierten Projekte ein Impuls gesetzt werden, aus dem sich in den nächsten Jahren im Zusammenspiel mit Leitbild, Schulprogramm und Schulalltag ein umfassenderes Konzept entwickeln wird.
Die St. Felicitas-Schule hat sich seit vielen Jahren der nachhaltigen Entwicklung verschrieben und verfolgt konsequent das Ziel, ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung in den Schulalltag zu integrieren. Bereits seit 2006 arbeitet unsere Schule im gebundenen Ganztag und nutzt die erweiterten Möglichkeiten, um nachhaltige Konzepte zu etablieren und stetig weiterzuentwickeln.
Ein wichtiger Meilenstein wurde 2013 erreicht, als die Schule ihr eigenes Küchenteam ins Leben rief. Von Anfang an lag der Fokus auf einer regionalen und saisonalen Küche, um nicht nur die Qualität der Speisen zu verbessern, sondern auch einen bewussten Umgang mit Ressourcen zu fördern. Seitdem werden frische, möglichst unverarbeitete Zutaten aus der Region verwendet – ein Konzept, das nicht nur die Umwelt schont, sondern auch das Bewusstsein der Schüler*innen für gesunde Ernährung stärkt.
Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Projekte hinzu, die Nachhaltigkeit auf vielfältige Weise erlebbar machen. Ein herausragendes Beispiel ist der Waldlehrpfad in Crosewick, den Frau Lösing, eine erfahrene Ernährungsberaterin, betreut. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge zwischen Waldökosystemen, Klimaschutz und nachhaltiger Landwirtschaft kennen. Ein weiteres großes Projekt wurde 2022 mit der Anlage eines Biotops in Oeding unter der Leitung von Herrn Gesing realisiert. Das Biotop dient als Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten und als Lernort, an dem ökologische Kreisläufe hautnah erforscht werden können. Ergänzt wird unser Konzept durch unseren Schulladen „Selbstgemacht“, unter der Leitung von Hille Höltermann, in der Vredener Innenstadt. Dieser Laden wird mit unseren Schüler*innen gemeinsam organisiert, verkauft werden Produkte aus den Arbeitslehrebereichen der Schule (Töpfern, Hauswirtschaft, Werken mit und Holz und Metall, Floristik und Kreativwerkstatt mit textilem Gestalten). Es werden insbesondere die Themen nachhaltiger Umgang mit Werkmaterialien, nachhaltige Verpackungen und regionale Produkte mit den Schüler*innen thematisiert.
Neben diesen großen Initiativen sind es oft die kleinen Projekte, die den Schulalltag nachhaltig prägen. So wurden zuletzt Wasserspender installiert und alle Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium mit Edelstahltrinkflaschen ausgestattet. Diese Maßnahme reduziert den Verbrauch von Einwegplastik erheblich und trägt zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen bei.
Durch diese und viele weitere Maßnahmen hat sich die St. Felicitas-Schule zu einer Schule entwickelt, in der Nachhaltigkeit nicht nur ein Konzept, sondern gelebte Praxis ist. Der Weg ist noch lange nicht zu Ende – vielmehr sehen wir es als unsere Aufgabe, immer neue Wege zu finden, um Nachhaltigkeit in unseren Schulalltag zu integrieren und unseren Schülerinnen und Schülern eine zukunftsorientierte, verantwortungsbewusste Bildung zu ermöglichen.
Die St. Felicitas-Schule legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein und fördert mit einem umfassenden Konzept die Sensibilisierung der Schüler*innen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Dabei spielt die Integration nachhaltiger Projekte und Maßnahmen in den Schulalltag eine zentrale Rolle. Das Nachhaltigkeitskonzept umfasst die folgenden Bereiche:
Die St. Felicitas-Schule verfügt über eine eigene Schulküche mit drei Essensausgaben. Die Verpflegung der Schüler*innen wird durch ein Team aus einer Köchin und einer Hauswirtschaftsmeisterin, die vom Förderverein angestellt sind, gewährleistet. Das Küchenkonzept basiert auf regionalen und saisonalen Zutaten (häufig Bioprodukten), um Transportwege kurz zu halten und die Umwelt zu schonen. Ein durchdachtes Konzept zur Vermeidung von Verpackungsmüll und Essensresten wird umgesetzt: Reste werden zur weiteren Nutzung aufbereitet, und die Verpackungen der Lieferanten werden, wenn möglich, zurückgegeben. So wird die Küche ein nachhaltiger Bestandteil des Schulalltags.
Im Rahmen der umfassenden Renovierungsarbeiten seit 2020 wurde das Flachdach der Schule begrünt. Diese Maßnahme trägt zur Isolierung bei, verbessert das Mikroklima und bietet Lebensraum für verschiedene Insektenarten. Zusätzlich wurde die Fassade modernisiert und energetisch optimiert, was den Energieverbrauch der Schule senkt. Die baulichen Maßnahmen sind ein langfristiger Beitrag zur Energieeinsparung und ein Zeichen für das ökologische Engagement der St. Felicitas-Schule.
Die Schule errichtete im Frühling 2025 das „Grüne Klassenzimmer“ auf dem Oberstufen-Schulhofbereich. Dieses grüne Klassenzimmer bietet Schüler*innen die Möglichkeit, Unterricht im Freien zu erleben und durch den direkten Kontakt zur Natur das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge zu stärken. Die Nutzung von Naturmaterialien und der naturnahe Standort fördern einen achtsamen und ressourcenschonenden Unterrichtsansatz.
Ein Regenrückhaltebecken im Industriegebiet Oeding wurde zu einem vielseitigen Lern- und Lebensraum für die Schüler*innen umgestaltet. Das Biotop umfasst ein umfangreiches Biodiversitätsangebot mit Bienenhotels, einem Angelteich, einer Honigherstellung sowie einem Lehrpfad, der durch ein Stationenspiel ergänzt wird. Der Lebensraum bietet Beobachtungsmöglichkeiten für Eisvögel und Hirschkäfer und schafft einen erlebnisreichen Ort, der das Bewusstsein für Natur und Artenschutz schärft. Hier haben die Schüler*innen die Möglichkeit, die Vielfalt der Natur direkt kennenzulernen.
Das „Waldprojekt“ auf dem Hof Lösing ermöglicht den Schüler*innen praktische Erfahrungen mit Natur und Landwirtschaft. Ein großer Waldlehrpfad sowie ein Spielbereich mit Bewegungs- und Klettermöglichkeiten fördern Bewegung und Naturerleben. Weitere Projekte bieten Einblicke in die landwirtschaftliche Nutzung, die Haltung von Nutztieren sowie das regionale und saisonale Kochen und Backen. Frau Lösing, eine erfahrene Ernährungsberaterin, vermittelt zudem im Rahmen eines „Ernährungsführerscheins“ Kenntnisse zur gesunden und nachhaltigen Ernährung.
Das Erntedankfest der Unterstufe an der St. Felicitas-Schule ist ein fester Bestandteil des schulischen Lebens und trägt maßgeblich zum Nachhaltigkeitskonzept der Schule bei. Dieses jährlich stattfindende Fest bietet den Schüler*innen im Alter von sechs bis etwa elf Jahren die Möglichkeit, sich aktiv mit Themen wie Dankbarkeit, Natur und nachhaltigem Handeln auseinanderzusetzen. Im Rahmen des Erntedankfests werden verschiedene Aktivitäten durchgeführt, die das Gemeinschaftsgefühl stärken und ein Bewusstsein für die Herkunft von Lebensmitteln sowie den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen fördern. So können die Schüler*innen beispielsweise gemeinsam regionale und saisonale Produkte kennenlernen, kreative Projekte rund um das Thema Ernte gestalten und traditionelle Rituale erleben. Durch diese praxisnahen Erfahrungen lernen die Kinder frühzeitig die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Wertschätzung der Natur kennen, was einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung und zur Förderung eines verantwortungsbewussten Handelns leistet.
Ergänzt wird unser BNE-Konzept durch den Schulladen „Selbstgemacht“ in der Vredener Innenstadt, unter der Leitung von Hille Höltermann. Gemeinsam mit unseren Schüler*innen wird der Laden organisiert und betrieben. Angeboten werden Produkte aus verschiedenen Arbeitslehrebereichen der Schule, wie Töpfern, Hauswirtschaft, Werken mit Holz und Metall, Floristik sowie kreatives textiles Gestalten. Im Rahmen dieses praxisnahen Projekts setzen sich die Schüler*innen intensiv mit Themen wie dem nachhaltigen Umgang mit Werkmaterialien, umweltfreundlichen Verpackungen und regionalen Produkten auseinander. Zudem eröffnet der Schulladen zwei ehemaligen Schüler*innen die Chance auf eine Ausbildung im Bereich Floristik und Verkauf
Die St. Felicitas-Schule bietet Arbeitsgemeinschaften (AGs) sowie Arbeitsgruppen im Rahmen der Berufsorientierung im Bereich Hauswirtschaft und Schulküche für alle Altersstufen an. In diesen AGs lernen die Schülerinnen und Schüler den bewussten Umgang mit Lebensmitteln, nachhaltige Ernährung und die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Durch praktisches Kochen mit regionalen und saisonalen Zutaten wird das Bewusstsein für umweltfreundliche Essgewohnheiten gefördert. Zudem erwerben die Teilnehmenden wichtige Alltagskompetenzen wie Planen, Zubereiten und gemeinsames Essen in einer nachhaltigen Gemeinschaft.
Im Rahmen des Nachhaltigkeitskonzepts der St. Felicitas-Schule übernehmen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen die Verantwortung für den Schulkiosk. Dieses Projekt ermöglicht es ihnen, praktische Erfahrungen in den Bereichen Organisation, Wirtschaft und Teamarbeit zu sammeln. Die Jugendlichen planen das Sortiment, achten auf nachhaltige und gesunde Produkte, verwalten die Finanzen und gestalten den täglichen Betrieb des Kiosks. Durch diese Tätigkeit lernen sie nicht nur unternehmerisches Denken und Handeln, sondern tragen auch aktiv zur Förderung einer nachhaltigen Schulkultur bei.
Alle Mitarbeiter*innen der St. Felicitas-Schule, die über unseren Förderverein angestellt sind, haben die Möglichkeit, ein Job-Bike zu finanzieren. Dieses Angebot fördert eine umweltfreundliche Mobilität, reduziert den CO₂-Ausstoß und unterstützt eine nachhaltige Fortbewegung im Alltag. Durch das Dienstrad-Leasing profitieren unsere Teammitglieder von steuerlichen Vorteilen und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.
Im Rahmen des Schülerprojekts „Die Klimaretter“ entsteht auf dem Gelände der St. Felicitas-Schule ein einzigartiger Schulgarten, der nicht nur die Artenvielfalt fördert, sondern auch einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Mit viel Engagement und Kreativität haben die Schüler*innen gemeinsam mit ihren Lehrkräften eine grüne Oase geschaffen, die zum Verweilen, Lernen und Entdecken einlädt.
Der Schulgarten vereint verschiedene Elemente, die sowohl der Natur als auch der Schulgemeinschaft zugutekommen. Zahlreiche Obstbäume und Beerensträucher bieten künftig nicht nur eine schmackhafte Ernte, sondern auch wertvollen Lebensraum für Vögel und Insekten. Ein Totholzhaufen schafft Unterschlupf für zahlreiche Kleintiere und trägt zur Förderung der ökologischen Vielfalt bei. Weiter findet man ein XXL-Insektenhotel, Wege aus Hakschnitzeln und Holzstämmen. Zudem wurden Rohrkolben angesät und Osterglocken sowie viele andere Blumen gepflanzt, die nicht nur das Auge erfreuen, sondern auch wichtige Nahrungsquellen für Bienen und Schmetterlinge darstellen.
Neben den naturnahen Elementen gibt es auch Ruhezonen, die den Schüler*innen sowie den Lehrkräften als Erholungsorte dienen. Hier können sie sich auf Upcycling-Möbeln entspannen, neue Energie tanken oder den Unterricht ins Grüne verlegen.
Mit diesem Projekt setzen die Schüler*innen der St. Felicitas-Schule ein starkes Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz. Der Schulgarten wird nicht nur das Bewusstsein für Nachhaltigkeit schärfen, sondern auch langfristig als lebendiges Klassenzimmer dienen, in dem Natur hautnah erlebt und erforscht werden kann.
Ein Beispiel für nachhaltiges Handeln an der St. Felicitas-Schule ist die Berkelklasse, die sich regelmäßig zur Kartoffelernte auf verschiedenen Bauernhöfen in Vreden trifft. Dabei sammeln die Schüler*innen auf bereits abgeernteten Feldern zurückgebliebene Kartoffeln, die sonst ungenutzt blieben.
Anschließend verarbeiten sie die gesammelten Kartoffeln zu leckeren Gerichten. Dieses Projekt sensibilisiert die Kinder für Lebensmittelwertschätzung und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.
Die Berkelklasse der St. Felicitas-Schule engagiert sich aktiv für den Umweltschutz, indem sie sich an verschiedenen Tagen trifft, um mit dem Vredener Saubermobil Müll zu sammeln. Durch diese Aktion tragen die Schülerinnen und Schüler zu einem sauberen Stadtbild bei und setzen sich praktisch mit dem Thema Müllentsorgung auseinander. Gleichzeitig wird ihr Bewusstsein für Recycling und einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen gestärkt.
Die Klasse 8a arbeitete im Schuljahr 24-25 an einem außergewöhnlichen Projekt. Sie beobachteten und dokumentierten Die Zeit einiger Hühnereier ab dem 1. Tag der Befruchtung bis kurz nach dem Schlüpfen der einzelnen Küken.
Wir wünschen viel Spaß beim Schauen der einzelnen Links des Youtube-Blogs.
Die Klasse 8b schreibt abschließend zu diesem Projekt:
Als erstes musste der Brutkasten 24 Stunden vorgeheizt werden. Danach konnten die Eier in den Brutkasten gelegt werden. Wir haben sie an geplanten Tagen geschiert, um zu sehen, ob sich die Küken entwickeln. Nun mussten wir jeden Tag die Luftfeuchtigkeit kontrollieren und bei Bedarf Wasser auffüllen. Auch die Temperatur wurde jeden Tag kontrolliert. Als nächstes haben wir für ca. 2 Wochen die Drehung eingeschaltet, damit die Eier von innen nicht zu sehr kleben. Ein paar Tage vor dem Schlüpftag haben wir die Eier mit Wasser besprüht, damit die Schale weicher wird. Einem Küken mussten wir helfen, aus seiner Schale zu kommen, da es dies nicht alleine geschafft hat. Die Küken sind putzmunter und entwickeln sich gut in ihrem neuen Zuhause.
Die St. Felicitas-Schule in Vreden legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und bietet ihren Schüler*innen im Rahmen der Upcycling-AGs die Möglichkeit, kreativ mit Materialien umzugehen und Upcycling-Projekte durchzuführen.
Mit diesen Maßnahmen leistet die St. Felicitas-Schule einen bedeutenden Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und verankert Umweltbewusstsein im Alltag der Schüler*innen. Das Konzept stärkt ihre Verbundenheit zur Natur und fördert eine generationengerechte Nutzung von Ressourcen. Die St. Felicitas-Schule ermutigt durch ihr Vorbild, auch im privaten Umfeld nachhaltig zu handeln.
Stand Oktober 2025
Arbeitsgruppe Qualität und Kompetenzen (2008a): Kompetenzen einer Bildung für
nachhaltige Entwicklung. Begründungen, Standards und Lernangebote. in: Haan, G. de
(Hrsg.): Orientierungsrahmen Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule.
Gestaltungskompetenz fördern und Schulqualität entwickeln. Berlin. Heft 2.
Arbeitsgruppe Qualität und Kompetenzen (2008b): Schulqualität von BNE-Schulen.
Qualitätsfelder, Leitsätzen und Kriterien. in: Haan, G. de (Hrsg.): Orientierungsrahmen
Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule. Gestaltungskompetenz fördern und
Schulqualität entwickeln. Berlin. Heft 3.
Arbeitsgruppe Qualität und Kompetenzen (2008c): Schulprogramm „Bildung für nachhaltige
Entwicklung“ Grundlagen, Bausteine und Beispiele. in: Haan, G. de (Hrsg.):
Orientierungsrahmen Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule.
Gestaltungskompetenz fördern und Schulqualität entwickeln. Berlin. Heft 4.
Haan, G. de (2008): Bildung für nachhaltige Entwicklung. Grundlagen und Argumente für BNE
in der Schule (Heft 1). in: Haan, G. de (Hrsg.): Orientierungsrahmen Bildung für
nachhaltige Entwicklung in der Schule. Gestaltungskompetenz fördern und Schulqualität
entwickeln. Berlin.
Bernert, G., J. Reißmann & J. Drieling (2013): Lehr- und Lernkompass Seminarfach und BNE.
Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sekundarbereich II. Didaktisches Zentrum der Carl
von Ossietzky Universität Oldenburg.
KMK und DUK: Empfehlung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der
Bundesrepublik Deutschland (KMK) und der Deutschen UNESCO-Kommission vom
15.06.2007 zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule“
Kultusministerkonferenz (KMK) und Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (BMZ) (Hrsgs.) (2007): Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale
Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Stoltenberg, U. & S. Burandt: Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. in: Heinrichs, H. & G.
Michelsen, (Hrsgs.). (2014): Nachhaltigkeitswissenschaften